Infos rund um das IB Diploma Programme

Allgemeines

Aufnahmekriterien

Schüler_innen der Freien Waldorfschule Wien West

Der Übertritt von der 11. Klasse der Freien Waldorfschule Wien West in das IB DP umfasst drei Komponenten:

  1. Curriculum Vitae, Motivationsschreiben auf Englisch, Zeugnis der 10. Klasse.
  2. Schriftliche Stellungnahme aller LehrerInnen der jeweiligen 11. Klasse zu den im laufenden Schuljahr bisher erbrachten Leistungen sowie zu Arbeitshaltung, Motivation und Einstellung zum Lernen.
  3. Assessmentcenter: ein bis drei Aufgabenstellungen, bei denen es um das Sichtbarmachen der Fähigkeit geht, sich in einer herausfordernden Situation mit einer nicht vorbereiteten Aufgabenstellung auseinanderzusetzen, aber auch um die sozialen Fähigkeiten der SchülerInnen innerhalb einer Gruppe und Teamfähigkeit.

Anschließend erfolgt ein Feedback-Gespräch zu den jeweiligen Komponenten.

 

Schüler_innen aus anderen Schulen

Das Aufnahmeprozedere besteht aus drei Teilen:

  1. Curriculum Vitae, Motivationsschreiben auf Englisch, Zeugnisse der beiden davorliegenden Schuljahre.
  2. Positive Absolvierung einer schriftlichen bzw. mündlichen Überprüfung des Wissensstandes in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Ist die Leistung in einem dieser Fächer negativ, so kann ein Wiederholungstermin gewährt werden.
  3. Assessmentcenter: ein bis drei Aufgabenstellungen, bei denen es um das Sichtbarmachen der Fähigkeit geht, sich in einer herausfordernden Situation mit einer nicht vorbereiteten Aufgabenstellung auseinanderzusetzen, aber auch um die sozialen Fähigkeiten der SchülerInnen innerhalb einer Gruppe und Teamfähigkeit.

 

Abschließend erfolgt ein Feedback-Gespräch zu den jeweiligen Komponenten.

Beurteilungsstufen (Noten)

Für die Beurteilung der Leistungen der SchülerInnen gilt eine Notenskala von 1 bis 7, wobei 7 die beste Note ist. Das Notensystem entspricht dem der Internationalen Reifeprüfung (IB Diploma).

Mit Note 7 (Ausgezeichnet / Excellent)
werden Leistungen beurteilt, mit denen der Schüler bzw. die Schülerin die nach Maßgabe des Lehrplanes gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in sehr weit über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß erfüll, und, wo dies möglich ist, deutliche Eigenständigkeit bzw. die Fähigkeit zur selbstständigen Anwendung seines Wissens und Könnens auf für ihn neuartige Aufgaben zeigt.

Mit Note 6 (Sehr Gut / Very Good)
werden Leistungen beurteilt, mi denen der Schüler bzw. die Schülerin die nach Maßgabe des Lehrplans gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehr Stoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß erfüllt, und. Wo dies möglich ist, Eigenständigkeit zw. die Fähigkeit zur selbständigen Anwendung seines Wissens und Könnens auf für ihn neuartige Aufgaben zeigt.

Mit Note 5 (Gut / Good)
werden Leistungen beurteilt, mit denen der Schüler bzw. die Schülerin die nach Maßgabe des Lehrplans gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß erfüllt, und, wo dies möglich ist, merkliche Ansätze zur Eigenständigkeit bzw. bei entsprechender Anleitung die Fähigkeit zur Anwendung seines Wissens und Könnens auf für ihn neuartige Aufgaben zeigt.

Mit Note 4 (Befriedigend / Satisfactory)
werden Leistungen beurteilt, mit denen der Schüler bzw. die Schülerin die nach Maßgabe des Lehrplans gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in den wesentlichen Bereichen zur Gänze erfüllt; dabei werden Mängel in der Durchführung durch merklichen Ansätze zur Eigenständigkeit ausgeglichen.

Mit Note 3 (Mittelmäßig / Mediocre)
werden Leistungen beurteilt, mit denen der Schüler bzw. die Schülerin die nach Maßgabe des Lehrplans gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in den Durchführungen der Aufgaben in den wesentlichen Bereichen überwiegend erfüllt.

Mit Note 2 (Genügend / Poor)
werden Leistungen beurteilt, mit denen der Schüler bzw. die Schülerin nicht alle Erfordernisse für die Beurteilung mit „Mittelmäßig“ erfüllt.

Mit Note 1 (Nicht genügend / Failed)
werden Leistungen beurteilt, die weit unter dem notwendigen Leistungsniveau liegen.

Incomplete (Unvollständig)
ist einzutragen, wenn der Schüler bzw. die Schülerin durch Abwesenheit die Schulstufe nicht abschließt, bzw. wenn er bzw. sie zu kurz vor dem Beurteilungszeitpunkt in die Schule eingetreten ist, sodass eine gerechte Beurteilung noch unmöglich ist.

Beurteilungsstufen (Noten) für das Fach Erkenntnislehre (Theory of Knowledge)

Mit Note A (Sehr gut / Excellent)
werden Leistungen beurteilt, die zeigen, dass der Schüler bzw. die Schülerin Erkenntnisfragen gründlich erforscht hat und sie klar in Zusammenhang zu echten Lebenssituationen gebracht hat. Die Analyse erfolgt auf sehr hohem Niveau und enthält neben Betrachtungen zu Auswirkungen und Annahmen auch solche zu gegensätzlichen Standpunkten.

Mit Note B (Gut / Good)
werden Leistungen beurteilt, die zeigen, dass der Schüler bzw. die Schülerin Erkenntnisfragen erforscht hat und sie in Zusammenhang zu echten Lebenssituationen gebracht hat. Die Analyse erfolgt auf hohem Niveau und enthält neben Betrachtungen zu Auswirkungen und Annahmen auch solche zu gegensätzlichen Standpunkten.

Mit Note C (Befriedigend / Satisfactory)
werden Leistungen beurteilt, die zeigen, dass der Schüler bzw. die Schülerin Erkenntnisfragen betrachtet hat und sie in meist richtigen Zusammenhang zu echten Lebenssituationen gebracht hat. Die Analyse erfolgt auf mittelmäßigem Niveau, Betrachtungen zu Auswirkungen, Annahmen sowie gegensätzliche Standpunkten werden angerissen, aber nicht detailliert dargestellt.

Mit Note D (Genügend / Poor)
werden Leistungen beurteilt, die zeigen, dass der Schüler bzw. die Schülerin Erkenntnisfragen kaum in Zusammenhang zu echten zu echten Lebenssituationen gebracht hat. Eine eingehende Analyse fehlt oder bleibt an der Oberfläche. Gegensätzliche Standpunkte werden nur gestreift.

Mit Note E (Nicht genügend / Failed)
werden Leistungen beurteilt, die zeigen, dass der Schüler bzw. die Schülerin Erkenntnisfragen in seiner bzw. ihrer vereinfachenden Analyse nicht bedacht hat. Gegensätzliche Standpunkte finden keine Erwähnung.

Aufsteigen

In der Regel dürfen alle SchülerInnen in das 2. IB Jahr aufsteigen, ungeachtet der Noten, die sie während des 1. IB Jahres erzielt haben. Wenn jedoch aus der Leistungsbeurteilung und den Berichten der LehrerInnen klar hervorgeht, dass ein Schüler bzw. eine Schülerin noch nicht imstande ist, die Herausforderungen des 2. IB Jahres zu bewältigen, kann die Konferenz gemeinsam mit dem Schulleiter bzw. der Schulleiterin und dem Tutor bzw. der TutorIn (Klassenvorstand) der Klasse festlegen, dass der Schüler bzw. die Schülerin nicht berechtigt ist, in das 2. IB Jahr aufzusteigen

Wenn jedoch aus Gründen des Alters bzw. der Fähigkeiten eines Schülers bzw. einer Schülerin anzunehmen ist, dass es zu deren Vorteil wäre, in das 2. IB Jahr aufzusteigen, darf dies von der Konferenz gemeinsam mit SchulleiterIn und TutorIn entschieden werden.

Die Konferenz kann die Berechtigung zum Aufsteigen in das 2. IB Jahr von der erfolgreichen Ablegung einer zusätzlichen Prüfung aus einem oder mehreren Unterrichtsgegenständen abhängig machen.

Sämtliche dieser Entscheidungen sind dem Schüler bzw. der Schülerin und/oder den Erziehungsberechtigten spätestens am folgenden Tag nachweislich bekannt zu geben.

Abschlussprüfung / Internationale Reifeprüfung

Die Abschlussprüfung/Internationale Reifeprüfung der International Baccalaureate Organization im 2. IB Jahr findet – gemäß dem Prüfungsplan der International Baccalaureate Organization – jährlich im Mai statt.

Die Prüfungsfragen der Abschlussprüfung sind zentral vorgegeben und die Prüfungen werden von externen IBO-Prüfern korrigiert und benotet. Die abschlussrelevanten Prüfungsteile, die die SchülerInnen während des 2-jährigen Kurses absolvieren, befassen sich zum Teil mit Themen, die die SchülerInnen selbst entwickelt haben, mit von der IBO vorgegebenen Themen mit Wahlmöglichkeit (ToK Aufsatz) oder mit von den LehrerInnen vorgegeben Themen.

Interne Bewertung bedeutet, dass die LehrerInnen des Waldorf Campus Wien eine Bewertung vornehmen, die von einem IBO-Prüfer überprüft und gegebenenfalls verändert wird.

Beim Abschluss können aus den Ergebnissen der Gruppen-Fächer maximal 42 Punkte und aus den Komponenten des Kernbereichs maximal 3, also insgesamt maximal 45 Punkte erreicht werden. Um das IB Diplom verliehen zu bekommen, müssen mindestens 24 Punkte erreicht sein.

Zeugnisse

Am Ende des 1. IB Jahres erhalten die SchülerInnen ein Zeugnis mit verbaler Beurteilung und (gemäß IB System) einen sogenannten predicted grade. Der predicted grade ist eine Noten-Vorhersage der zu erwartenden Leistung beim Abschluss, basierend auf der bisher gezeigten Arbeitshaltung und den bisher beobachteten Leistungen.

Schwerpunkte der Beurteilung der SchülerInnen sind Arbeitshaltung, Fortschritte und Leistungen. Die verbale Beurteilung soll die besonderen Begabungen und Neigungen hervorheben, den Lernfortschritt, aber auch die besonderen Schwächen sowie Verbesserungsvorschläge für auftretende Mängel enthalten.

Wenn ein Schüler bzw. eine Schülerin am Ende des 1. IB Jahres die Schule verlässt, ist ein Notenzeugnis auszustellen.

Studieren mit dem IB Diploma

Das IB Diploma ist ein international anerkannter Hochschulzugang.

Im Österreichischem Universitätsgesetz steht:

§ 64. (1) Die allgemeine Universitätsreife ist durch eine der folgenden Urkunden nachzuweisen:

6. ein nach den Bestimmungen der „International Baccalaureate Organization“ erworbenes „IB Diploma“;

Für einzelne Studienrichtungen können verschieden hohe Mindestpunkte vorgeschrieben sein.

Für ein Studium in Deutschland wird empfohlen sich rechtzeitig zu erkundigen welche Fächer und wieviel Punkte dafür erforderlich sind, da die Vorschriften in den einzelnen Bundesländern verschieden sind.

Das IB Diploma Programme

Kernkomponente 1 – der Umfangreiche Fachaufsatz / Extended Essay (EE)
Die Schülerinnen und Schüler schreiben einen Umfangreichen Fachaufsatz (Umfang ca. 4000 Wörter), der sich mit einer selbst entwickelten Forschungsfrage zu einem frei gewählten Aspekt innerhalb eines Faches auf wissenschaftlichem Niveau auseinandersetzt. Sie lernen, selbständig zu recherchieren, logisch aufgebaut und zusammenhängend Erkenntnisse zu formulieren sowie die allgemeinen Regeln akademischen Arbeitens (akademische Ehrlichkeit, Zitierregeln) zu beachten. Der Umfangreiche Fachaufsatz wird in der Arbeitssprache des jeweiligen Faches geschrieben, von einem Supervisor begleitet und durch einen externen Prüfer benotet.
Kernkomponente 2 – Erkenntnislehre / Theory of Knowledge (TOK)
Das Fach Erkenntnislehre ist ein wesentlicher Bestandteil der Bildungsphilosophie des IB DP. Es fördert die kritische Reflexion von verschiedenen Erkenntniswegen und Wissensgebieten sowie das Nachdenken über die Rolle, die Wissen in einer globalen Gesellschaft spielt. Es ermutigt die Schüler, sich bewusst als Denkende wahrzunehmen, sich über die Komplexität von Wissen bewusst zu werden und die Notwendigkeit des verantwortungsbewussten Handelns in einer immer stärker vernetzten Welt zu erkennen.

 

Durch Untersuchung verschiedener Wissensarten bzw. Erkenntniswege (Sprache, sinnliche Wahr- nehmung, Emotion, Vernunft, Einbildungskraft, Glaube, Intuition, Erinnerung) beschäftigt sich Erkenntnislehre vorrangig mit Fragenstellungen wie

 

  • Wie und aus welchen Quellen erhält man Zugang zu Wissen?
  • In welchem Ausmaß beeinflussen persönliche Erfahrungen und Ideologien unseren Wissensanspruch?
  • Was ist der Unterschied zwischen ‘Ich bin mir sicher’ und ‘Es ist sicher’?

 

Erkenntnislehre pflegt einen interdisziplinären Ansatz und beschäftigt sich mit den Wissensbereichen von Mathematik, Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Ethik, religiösen Wissenssystemen und ethnischen Wissenssystemen. Die SchülerInnen sind aufgefordert, Wissens- grundlagen aktiv zu reflektieren und zu hinterfragen, damit sie:

 

  • verstehen, warum es wichtig ist, Wissen kritisch zu überprüfen
  • Kritikfähigkeit entwickeln, um Meinungen und Wissensansprüche beurteilen zu können
  • interdisziplinäre Zusammenhänge erkennen
  • überlegen, inwiefern Wissen dem ‚Wissenden’ Verantwortung auferlegt
  • die Stärken und Beschränkungen individueller und kultureller Perspektiven verstehen

Sorgfalt beim Formulieren von Wissensansprüchen und intellektuelle Ehrlichkeit entwickeln.

Kernkomponente 3 – Kreativität, Aktivität, Service / Creativity, Activity, Service (CAS)
Die Kernkomponente Kreativität, Aktivität, Service (CAS) befasst sich mit der wichtigen Bedeutung des Lebens und Lernens außerhalb der akademischen Welt. CAS hat die Zielvorgabe, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, das Potenzial des menschlichen Verstands und Geists zu erfassen, sich humanitärer Themen von globaler Bedeutung bewusst zu werden, zu erkennen, dass Bildung lebenslange ethische Verantwortung mit sich bringt, Mut zu Veränderungen zu fordern und Autonomie und Unabhängigkeit mit Verantwortung zu verbinden. Die Teilnahme an CAS ermutigt dieSchülerinnen und Schüler , ihre Energie und besonderen Talente mit anderen zu teilen, während sie Bewusstsein, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit entwickeln, mit anderen zusammenzuarbeiten.

DieSchülerinnen und Schüler müssen während des 2-jährigen Kurses ca. 50 Stunden an ‘aktiven’ (Sport) und ‘kreativen’ (Theater, Kunst, Musik) Aktivitäten sowie Sozialdienst (etwas für andere tun) absolvieren. Die Dokumentation der für das CAS-Programm erforderlichen Stundenzahl (150) und die schriftliche Reflexion der gemachten Erfahrungen ist Voraussetzung für das Erlangen des IB-Diploms.

Gruppe 1: Sprache A – Literatur / Language A - Literature
Die Fächer dieser Gruppe befassen sich wahlweise mit der Literatur der Muttersprache oder – in einer internationalen Welt – mit Sprache und Literatur der ‚besten‘ Sprache eines Schülers bzw. einer Schülerin. Am Waldorf Campus Wien wird als Kurs das Fach Deutsch A: Literatur (HL / SL) angeboten.

Der Kurs vermittelt die Techniken der Literaturkritik und entwickelt die Fähigkeit der Schüler, Literatur eigenständig zu analysieren. Insbesondere geht es um

  • die Fähigkeit zur selbständigen Literaturkritik in einer Weise, die eine persönliche Auseinandersetzung mit Literatur beweist;
  • eine dem Literaturstudium angemessene Sprachkompetenz und ein differenziertes Bewusstsein für eine effektive Auswahl der Darstellung und des Stils in der schriftlichen und mündlichen Präsentation;
  • detailliertes Wissen über ein breites Spektrum an verschiedenen Literaturepochen, Genres, Stile und kultureller Hintergründe;
  • das Erkennen der Ähnlichkeiten und der Unterschiede zwischen literarischen Werken verschiedener Zeitalter und/oder Kulturen;
  • die Fähigkeit, eigenständige Kommentare über bekannte und unbekannte Texte abzufassen
  • ein umfassendes Erkennen der Strukturen, Erzähltechniken und Stilarten, die von Autoren angewendet werden, und ihre Wirkung auf den Leser;
  • die Fähigkeit, Gedanken und Argumente mündlich und schriftlich auf solide, logische und überzeugende Weise zu strukturieren und sie durch präzise und relevante Beispiele zu untermauern.
Gruppe 2: Sprache B – Fremdspracherwerb / Language acquisition
Am Waldorf Campus Wien wird in dieser Gruppe derzeit Englisch B (HL und SL) angeboten.

Die Sprachkurse der Gruppe 2 sind für Schülerinnen und Schüler geeignet, die die jeweilige Sprache schon über mehrere Jahre erlernt haben. Es werden für den jeweiligen Kulturraum relevante Themenbereiche (3 Pflichtthemenbereiche, 2 Wahlthemenbereiche) bearbeitet, Textsorten eingeübt und die für Sprachproduktion, Sprachrezeption und Kommunikation erforderlichen Formate geübt.

Die Kurse sollen die Teilnehmer befähigen, die Fremdsprache in einer Vielzahl von Zusammenhängen zu verstehen und für unterschiedliche Zwecke anzuwenden. Die Teilnehmer_innen sollen eine Vielfalt von komplexen linguistischen Kenntnissen beherrschen, sich aktiv mit der Sprache auseinandersetze und sie ihr Wissen über die Länder und Kulturen der jeweiligen Sprache vertiefen. Teilnehmer_innen von B- Sprachkursen lernen effektive Kommunikation in einer Reihe von verschiedenen Situationen. Fähigkeiten wie zum Beispiel Überzeugungskraft, Interviewen, defensives Argumentieren und Anleitungen zu erteilen werden im Kurs besonders gefördert.

Der Kurs sollen die SchülerInnen befähigen, die jeweilige Fremdsprache in einer Vielzahl von Zusammenhängen und für unterschiedliche Zwecke schriftlicher und mündlicher Natur zu verstehen und aktiv anzuwenden zu können. Das Wissen über die Länder und Kulturen der jeweiligen Sprache soll vertieft werden. Die SchülerInnen lernen effektive Kommunikation in einer Reihe von verschiedenen Situationen.

Der Unterschied zwischen HL und SL liegt in der Anzahl der Unterrichtsstunden, der sprachlichen Komplexität der angebotenen Materialen und Fragestellungen und des Schwierigkeitsgrades der Prüfungsteile. Die literarischen Werke werden nur im HL bearbeitet.

Arbeits- und Prüfungssprache ist die jeweilige Fremdsprache.

Gruppe 3: Individuen und Gesellschaften
In dieser Fächergruppe wird am Waldorf Campus Wien derzeit das Fach Geschichte (HL und SL) angeboten. Arbeits- und Prüfungssprache ist Deutsch.

 

Geschichte HL und SL

Geschichte wird aus einer vergleichenden, internationalen Perspektive gelehrt. Im zeitgenössischen Kontext der Globalisierung und der technischen Entwicklung kommen verschiedene Kulturen und Gesellschaften verstärkt in Kontakt miteinander und sind voneinander abhängig. Die Gegenwart soll genauso wie die Vergangenheit verstanden werden.

Der Kurs vermittelt den SchülerInnen historisches Wissen, die Fähigkeit der kritischen Auseinandersetzung mit und Analyse von unterschiedlichen geschichtlichen Quellen sowie ein Verstehen der vielfältigen Interpretationen und Narrative. Die SchülerInnen werden ermutigt, Beweise zu beurteilen und sich ihre eigene Meinung über Bereiche zu bilden, in denen historische Kontroversen herrschen.

Gruppe 4: Naturwissenschaften
In dieser Fächergruppe wird am Waldorf Campus Wien derzeit das Fach Biologie (SL) angeboten.
Arbeits- und Prüfungssprache ist Deutsch.

Biologie SL

Im Kurs Biologie wird breites Faktenwissen erworben und zugleich ein allgemeines Verständnis der Grundprinzipien des Faches entwickelt. Den Schülerinnen und Schülern soll bewusst gemacht werden, wie Naturwissenschaftler arbeiten und miteinander kommunizieren. Sie sollen die lebendige Welt von der Mikro- bis zur Makroebene verstehen lernen, indem sie verschiedene Zugänge und Techniken anwenden. Wissenschaftliche Methodik ist dabei eine Voraussetzung, es kommt aber auch den praktischen, experimentellen Ansätzen, die die Naturwissenschaften kennzeichnen, eine wichtige Rolle zu. Die SchülerInnen müssen ein Forschungsprojekt entwerfen, Daten sammeln, ihre praktischen Fähigkeiten entwickeln und ihre Ergebnisse analysieren, evaluieren und schriftlich darlegen.

Gruppe 5: Mathematik/ Mathematics
In dieser Fächergruppe werden am Waldorf Campus Wien derzeit die Fächer Mathematik SL und Mathematische Studien SL angeboten. Arbeits- und Prüfungssprache ist Englisch.

Mathematik SL konzentriert sich auf die Entwicklung komplexer mathematischer Konzepte. Die SchülerInnen werden ermutigt, ihr mathematisches Wissen für die Lösung von Problemstellungen unterschiedlicher Kontexte zu entwickeln, wobei die Fähigkeit, Herleitung und Beweis anzuwenden, geschult wird. Die SchülerInnen sollen auf hohem mathematischem Niveau die Beziehung der jeweiligen Konzepte der verschiedenen Themenbereiche verstehen lernen, ihr Verständnis für mathematische Form und Struktur weiter entwickeln und ihre Fähigkeit zur Abstraktion und Generalisierung schulen. Wo immer möglich, sollen die erworbenen mathematischen Kenntnisse zur Lösung realer Probleme in einem geeigneten Kontext angewendet werden.

Stoffgebiete:

 

  • Zahlen und Algebra
  • Deskriptive Statistik
  • Mengen, Logik und Wahrscheinlichkeit
  • Angewandte Statistik
  • Geometrie und Trigonometrie
  • Funktionen
  • Einführung in die Differenzialrechnung
Gruppe 6: Kunst / The Arts

Bildende Kunst HL und SL / Visual Arts HL and SL

Der Kurs Bildende Kunst ermutigt die Schülerinnen und Schüler dazu, ihre persönlichen Vorstellungen von Kreativität und Kultur zu hinterfragen und zu erweitern. Es werden Denkanstöße geboten, die die SchülerInnen dabei unterstützen, ihre analytischen Fähigkeiten beim Lösen von Problemen zu schärfen und ihre Bereitschaft, unüblichen Gedankengängen nachzugehen, zu stärken. Gleichzeitig professionalisieren die SchülerInnen ihre handwerkliche Technik und stärken ihr Bewusstsein als Kunstschaffende.

DieSchülerinnen und Schüler werden angehalten, sich mit den verschiedenen Aspekten der bildenden Kunst auseinanderzusetzen und müssen sich intensiv auf ein breites Spektrum von Themen und Techniken einlassen. Der künstlerische Ausdruck reicht von traditionellen Formen, die in speziellen Gesellschaften und Kulturen verankert sind, bis zu den breit gefächerten und vereinzelten Verfahrensweisen, die in Verbindung mit Design, Handwerk, elektronischen Medien, Zeichnen, Malen, Drucken und Skulpturen stehen. Diese Auseinandersetzung und der eigene Schaffensprozess werden reflektierend dokumentiert.

Die Ziele des Kurses Bildende Kunst sind:

  • den SchülerInnen die Möglichkeit zu geben, persönlichen, soziokulturellen und ästhetischen Erfahrungen durch die Erzeugung und das Verstehen von Kunst eine Bedeutung zu geben
  • eine forschende Herangehensweise an bildende Kunst in ihren verschiedenen historischen und zeitgenössischen Formen zu veranschaulichen und zu fördern
  • visuelles und kontextuelles Wissen über Kunst aus verschiedenen Kulturen fördern
  • das Streben nach Qualität durch Experimentieren und zielgerichtete kreative Arbeit in verschiedenen expressiven Medien fördern
  • die SchülerInnen in die Lage zu versetzen, durch individuelles und gegebenenfalls gemeinschaftliches Arbeiten im Bereich der bildenden Kunst etwas über sich selbst und andere zu lernen
  • die Perspektive der SchülerInnen durch Erforschung und Vergleich des Werks von Künstlern verschiedener Epochen und kultureller Hintergründe zu erweitern
  • durch den Besuch von Ausstellungen, Museen und Künstlerateliers die SchülerInnen zu einer qualifizierten Kunstbetrachtung anzuleiten
  • die SchülerInnen dabei anzuleiten, sich mit dem Konzept „Ausstellung“ zu befassen und sie beim Erstellen einer Ausstellung einer Auswahl ihrer eigenen Werke zu unterstützen

Weitere Infos und Downloads

Weitere Informationen zum IB Diploma Programme finden Sie auf www.ibo.org

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